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Tipps & Tricks
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Hier noch ein paar Tipps zum Angeln in Norwegen

Irgendwann trifft es wohl jeden, man hat einen Hänger beim Pilken oder Naturköderangeln! Was nun? Man fährt langsam mit dem Boot einen großen Kreis um die Hängerstelle herum. Versucht dabei immer wieder durch kurze Ruckartige Bewegungen den Pilker, oder die Montage vom Grund zu lösen. Wichtig ist nicht gleich beim ersten erfolglosen Versuch aufzugeben, sehr oft klappt es erst beim dritten oder vierten Versuch. ACHTUNG: auf keinen Fall mit der Hand in die Schnur greifen, gerade geflochtene Schnur schneidet tiefe Wunden ins Fleisch, immer einen Knüppel 2 - 3 mal durch die Schnur drehen und dann ziehen, zur Not kann der Kreis um die Hängerstelle verkleinert werden. Wenn es dann noch nicht geschafft ist... Schnur Kappen.

Wenn möglich, das Blei nicht unkontrolliert über den Grund schleifen lassen. Kontakt zur Montage halten und die Montage ab und zu mal etwas anheben. Gerade multifile Schnur ermöglicht, im gegenteil zur monofilen Schnur, die je nach Typ mehr oder weniger, aber immer Dehnung aufweist, einen super Kontakt zur Montage.

Baut euch selbst oder kauft euch Rutenhalter in die ihr nicht benötigten Ruten steckt, das schafft Ordnung auf dem Boot und schont die Nerven. Das ist gerade bei etwas größeren Touren und wenn mehrere Angler im Boot sind wichtig, da sonst herumliegende Angelruten zwischen den Sitzbänken stören. Wenn 4 Angler auf einem Boot je zwei Ruten mitnehmen, dann liegen schon 8 Ruten im Boot, dann noch das Zubehör für jeden der Angler und der Kahn ist voll bis oben hin. Bootsrutenhalter sind also recht wichtig und auch nützlich.

Wer schon öfter in einem der üblichen (GFK) Boote, oder Dieselschnecken gesessen hat, der kennt die harten Bänke und Irgendwann kommt der Punkt, an dem man(n) lieber steht als sitzt, weil einem das Hinterteil einfach nur schmerzt. Vor allem für Anglern mit wenig "Sitzfleisch" ist es besser sich ein Sitzkissen mit zu nehmen. Das Kissen sollte aber keine glatten Oberflächen haben, sonst rutscht man bei Feuchtigkeit mit samt Kissen von der Sitzbank.

Überprüft nach jeder Angeltour die Geräte, vor allem multifile Schnur sollte genau Kontrolliert werden. Ist die Schnur aufgeraut und/oder verdrillt, dann die Schnur bis dorthin kappen. Rollen, Haken und Wirbel sollten nach jeder Ausfahrt mit kaltem Süßwasser ausgespült werden, die Rollen und Ruten mindestens am Vortag der Abreise. Wenn Ihr dann daheim seid, bitte das Fetten und Ölen nicht vergessen. Das Norwegische Meer und die Luft sind sehr salzhaltig und das tut dem Angelgerät nicht gerade gut.

Die enden geflochtener Schnur neigt meistens zum Entflechten. Hier kann ein kleiner Tropfen Sekundenkleber, oder das kurze anzünden mit einem Feuerzeug helfen, das zu verhindern. Bei monofile Schnur hilft das verkleben der Enden mit einem Feuerzeug, einfach das Ende kurz in die Flamme halten, dadurch entsteht eine kleine Wulst und schon kann das Ende der Schnur nicht mehr durch den Knoten rutschen.

Nutzt die Zeit, wenn Windstill ist zum Naturköderangeln im Tiefwasser so bei 100m - 250m. Da habt Ihr gute Chancen auf die richtig Großen. Sonst ist die beste Zeit zwei Stunden vor bis zwei Stunden nach dem Höchsten stand der Tide. Das heißt vor und nach dem höchsten Wasserstand. Wenn das Hochwasser erreicht ist, dann steht es ca. für eine halbe Stunde still. Während dieser Zeit herrscht die geringste Drift. Es wird viel geschrieben darüber ob nun die Topbeißzeit bei ablaufendem oder auflaufendem Wasser ist, logisch meiner Meinung nach ist die beste Beißzeit bei auflaufendem  Wasser (Flut), weil mit der Flut ja auch neue Nahrung herangespült wird, dieser Nahrung folgen dann auch die Fische und bei ablaufenden Wasser ist es dann genau umgekehrt.
Ob sich der Mond auf die Beißzeiten auswirkt, steht in den Sternen auch darüber wird viel spekuliert. Fakt ist eines, dass der Mond die Gezeiten und Wasserstände in geringen Ausmaßen (Spring- und Nippfluten) mitbestimmt, ob sich das nun auf die Beißzeiten auswirkt!? Ich weiß es nicht.
 
    

        WX-Tide
Ein kleines, aber sehr gutes kostenloses Programm zur grafischen Darstellung von Ebbe und Flut über einen gewissen Zeitraum (z.B. euer Urlaub), ist WX-Tide, dieses Programm könnt Ihr euch HIER Downloaden.


Beliebte Standorte von den begehrten Flossenträgern sind Kanten, Berge, Uferabbrüche, Riffe, Wracks, Löcher, Höhlen, Große Felsen, Algen & Tangwälder. Hier finden die Fische Verstecke und Schutz gegen Fressfeinde. Aus diesen Verstecken heraus lauern sie auf ihre Beute, euer Köder könnte eine solche Beute sein. Schwarmfische stehen fast immer hinter Kanten und Bergen im Stromschatten, so sparen sie Kraft und das Futter dieser Fische kommt mit der Strömung über diese Kanten. Wer nun diese Erkenntnisse über den Fisch und seinen Lebensraum für sich nutzt, ist ganz klar im Vorteil. Um diese Standorte auch ohne Echolot zu finden, ist eine gute Seekarte vom Angelrevier nötig, die bekommt Ihr für fast jedes Revier mit oder ohne GPS-Angaben und der zu erwartenden Fische, im AWS Diese Seekarten, sind eine gute Grundlage, an der man seine Angeltouren Planen kann und sollte, denn das ziellose umherirren auf dem Meer und mal da und mal dort seine Köder anzubieten, kostet meist nur Zeit und bringt wenig Erfolg, also eine gut geplante Tour bringt meist mehr.

Nutzt gutes Wetter, fahrt immer wenn das Wetter mitspielt raus aufs Meer und bleibt dort so lange wie möglich, denn schlechtes Wetter gibt es noch mehr wie genug. Beginnt bei gutem Wetter eure Tour an der Angelstelle die am weitesten vom  Heimathafen entfernt liegt und Fahrt nach und nach die nächstgelegenen Angelstellen ab. So seid ihr an allen für euch interessanten Angelstellen gewesen, auch wenn sich das Wetter im Laufe des Tages verschlechtert, dann ist für euch der Weg in den Hafen nicht mehr so lang und Ihr könnt dann immer noch dichter unter Land fischen. Das sich das Wetter innerhalb kurzer Zeit ändern kann, sollte allen bekannt sein. Gegen Mittag kommt auch bei gutem Wetter immer etwas Wind auf, also Vorsicht, heißt die Mutter der Porzelankiste.

Ab Windstärke 4 - 5, wenn also reichlich weiße Schaumkronen zu sehen sind, dann wird es mit den üblichen (GFK) - und Alubooten höchste Zeit, geschützte Angelplätze aufzusuchen. Große, lange Wellen (Dünung), die sich nicht brechen, sind in der Regel harmlos, auf denen schwimmt das Boot eher gemütlich auf und ab. Bedenklicher ist z.B. kabbelige See (Kreuzsee), die Wellen bauen sich dabei zwar nicht hoch auf, trotz alle dem ist es sehr unangenehm diese Kreuzsee mit einem üblichen Leihboot zu durchfahren, vor allem wenn dann auch noch ein stark ablandiger Wind weht, dann wird es äußerst ungemütlich. Bitte nehmt die Rettungswesten nicht nur zum unterlegen für den Hintern mit an Bord, da nutzt die Rettungsweste nichts, immer Rettungsweste anlegen, das hat schon so manchem das Leben gerettet! und sollte so selbstverständlich sein, wie das Anlegen des Sicherheitsgurtes im Auto.
 
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